Informationen über Hachum
Das Dorf wurde erstmals 1013 unter dem Namen "Achem" erwähnt. Mit "Haghem" (um 1200) und "Hacchum" (um 1300) folgen weitere Schreibweisen, bevor in 1303 schließlich der heutige Name "Hachum" gewählt wurde. Die Endung -hem bzw. -um stammt vermutlich von einem früheren Namen mit der Endung -heim ab.
Hachums Wappen, 1997 aus einem Wettbewerb hervorgegangen, trägt die braunschweigerischen Landesfarben Blau-Gelb. Oben erhebt sich die 1333 erbaute Kirche. Die Flechtzäune übersetzen den Ortsnamen Haghem (1170): "eingehegte Siedlung".
Im unteren Feld steht die Pflugschar für die Landwirtschaft. Das Beil bei den Zimmerergeräten stellt die frühgeschichtliche Axt aus Gabbro-Gestein dar, die auf dem Flurstück "Hinterer Acker" gefunden wurde. Die beiden Lindenblätter an der Ähre stehen für die zwei Hachumer Ratsherren im Gemeinderat.
Die Geschichte des Dorfes verrät, dass Hachum nach Lucklum eingepfarrt war und zwar bis 1314, danach nach Evessen. Im Jahre 1333 baute man zu Ehren aller Apostel und besonders dem St. Nikolaus eine Kapelle. Bekannt ist, dass das Cyriacusstift zu Braunschweig um 1200 bis 1767 zwei Hufen hier besaß. Auch das Kloster Riddagshausen vor den Toren Braunschweigs erwarb 1215 acht Hufen und zwei Höfe, die ihm noch 1767 gehörten.
Die Familie von Veltheim schenkte ihr merseburgisches Lehen von zwei Hufen 1297 der Deutschordenskommende Lucklum, die diese 1435 an Braunschweigs Bürger verpfändete. Auch das Blasiusstift zu Braunschweig hatte um 1300 hier einen Zins.
Viele hatten in Hachum Besitzungen, so das Braunschweiger Ägidienkloster, die Pfarre zu Meinersen bei Gifhorn, Braunschweiger und Wolfenbütteler Bürger wie "von Löhneysen", "von Lüdecke" und die heute noch in Braunschweig lebende Familie "von Kalm".
Aus der Umgebung von Hachum sind einige Wüstungen bekannt. Hier stand in früher Zeit das Dorf "Schambeck". Und am Gropenberge liegt eine Wüstung unbekannten Namens. Dieses wüste Dorf hat am Bache auf dem Flurstück "Altes Pfingstgras" gestanden. Wüstungen sind Dörfer, die nach Brandkatastrophen, Seuchen oder Kriegen nicht wieder bezogen wurden.
Der Dorfplatz von Hachum bietet ein Bild aus der guten, alten Zeit. Selten wirft man bewusst im Vorbeigehen auf diesen malerischen Winkel mit der kleinen Dorfkirche und den Fachwerkhäusern. Nachdem bereits ab Anfang des 17. Jahrhunderts in Hachum eine Windmühle gestanden hat, ist auch in heutiger Zeit eine ähnliche Erscheinung zu finden.
Im April 1993 wurde Hachums Windkraftanlage in Betrieb genommen. Sie leistet 170.000 kWh im Jahr, was dem Strombedarf von etwa 50 Haushalten entspricht. Als zweite umweltfreundliche Energiequelle ist in Hachum eine große Photovoltaikanlage installiert worden, welche einen mittleren Jahresertrag von 41.400 kWh erreicht (im Endausbau 64.400 kWh).
Aus der Chronik:
- 1013: Erste urkundliche Erwähnung von Achem.
- 1333: Zu Ehren von St. Nikolaus wird eine Kapelle errichtet.
- 1605: Eine Windmühle dreht sich in Hachum.
- 1974: Hachum wird Ortsteil der Gemeinde Evessen.
- 1993: Windkraftanlage geht in Betrieb.
- 1997: Das Hachumer Wappen geht aus einem Wettbewerb hervor.
- 2003: Das Dorfgemeinschaftshaus wird saniert.
Link-Tipps: Hachumer Windrad, Energieroute
Weitere Info-Texte über Hachum: www.hachum.de.vu, Gemeinde Evessen, Elm-Asse-Kultur
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